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Pathhunters – Jahresrückblick 2020

 

Das Jahr 2020 – für uns 21 bestimmt nicht das spannendste Jahr, doch in unserer Laufbahn als Pfadfinder wohl eines der Wichtigsten. Trotz Corona haben wir dieses Jahr sehr viel erlebt und viele spaßige und schöne Momente miteinander geteilt. Von einem coolen Insektenhotel, über viele Zoom Meetings mit coolen Spielen aber auch einfach mal normale Interaktionen mit der ganzen Gruppe, bis hin zum Erdbeeren pflücken mit anschließendem Picknick und Trinkspielen am Eisbach bei top Wetter, war wirklich alles dabei.

Nichts desto trotz mussten wir leider auf unser Pfingstlager verzichten – für viele von uns besonders bedauerlich, da wir beim diesjährigen Bezirkslager viele Pfadis, mit denen wir die besondere Zeit in Amerika und auf dem Jamboree verbracht haben, nur online treffen konnten. Dafür hatten wir als Gruppe bei unserem Rover-Aufstiegslager einen sehr schönen Ausgleich.

Vom 25.- 27.09.2020 sind wir unter strenger Einhaltung der COVID-Richtlinien an die Mangfall zum Zelten gefahren. Angekommen bei Regen und niedrigen Temperaturen war die Stimmung zunächst eher gedämpft. Als dann aber am Samstagmittag auch die Nachzügler angekommen sind und der Regen ein bisschen nachgelassen hat ging es mit der Stimmung steil bergauf. Nachmittags haben wir uns dann auf dem Gelände verteilt – manche haben sogar eine Wanderung gemacht, um uns auf das erstmal wohl wichtigste Versprechen vorzubereiten. Nach einem erstaunlich guten Indischen Essen, dass wir in unserer spartanisch eingerichteten Küche gezaubert hatten, ging auch schon das Versprechen los. Es hat sehr gut getan zu erkennen, viel Spaß und gemeinsam Erlebtes uns verbindet.

Unsere Leiter, die wir natürlich alle weiterhin als unsere Betreuer an Bord haben wollen, haben jedem von uns einen Bilderrahmen mit Bildern, die über unsere gesamte Pfadizeit entstanden sind geschenkt – eine wirklich sehr persönliche und emotionale Idee. Dann ging es weiter mit heißem Punsch und Getränken andere Art :).

Es war ein wirklich schöner Abend – einer, der uns allen nach einer so langen Zeit der Pandemie wirklich gutgetan hat und man so mal wieder ein kleines bisschen feiern konnte. Am nächsten Morgen sind wir dann mit bomben Wetter aufgewacht und haben während dem Frühstück die Sonne genossen. Alles in allem ein absolutes TOP Wochenende!!

10 Jahre Hausfest

Zum 10-jährigen Jubiläum unseres Pfadfinderhauses veranstalteten wir am 6.Juli 2019 ein großes Fest, zu dem wir alle Rover und Leiter unseres Bezirks einluden. Mit einer Live-Band und leckeren Burritos ließ es sich umso besser feiern.

Jamboree 2019 in Amerika

Weltpfadfinderlager 2019 in West Virginia

Das Vorlager (Goshen/Washington)

Endlich ging es los auf das weltweit größte Pfadfindertreffen! Freitag, 19.07.2019 um 7 Uhr in der Früh, Treffpunkt am Terminal 1 am Münchner Flughafen, um nach Washington zu fliegen. Alle waren ganz aufgeregt denn es ging endlich los. Unser erstes Ziel war Goshen, wo das Vorlager des deutschen Kontingents stattfand. Alle 1300 Teilnehmer aus Deutschland trafen sich dort für vier Tage, um sich zum einen an den Jetlag zu gewöhnen, aber auch, um sich gemeinsam auf das Jamboree einzustimmen. Es gab verschiedene Programmpunkte wie Kayak fahren und Volleyball spielen oder einen Ausflug nach Washington.

Das Jamboree (Summit Bechtel Reserve)

Am Montag, den 22.07.2019, ging es dann endlich los auf das Jamboree um die anderen 60.000 Pfadfinder aus aller Welt zu treffen. Wie bei den Pfadfindern üblich ging es dann erst einmal ans Zelte aufbauen. Also einzige Nation brachte Deutschland brachte ihre Schwarzzelte mit, wodurch wir den sonst eher geordneten Lagerplatz etwas auffrischten. Nach einer unterhaltsamen Eröffnungsveranstaltung durften wir 10 Tage lang das Jamboreeprogramm genießen. Es gab ein riesiges Angebot von unterschiedlichsten Aktivitäten, z.B. Klettern, Mountainbiken oder Bogenschießen. Wer lieber einen etwas entspannteren Tag haben wollte konnte sich im ‚Global Development Village‘ umsehen oder die Headquarters der Kontingente am ‚World‘s Point‘ besuchen. Ein großes Highlight war der Cultural Day, bei dem jede Unit ihr Land repräsentierte, indem es traditionelle Speisen und Spiele anbot. Als Abschluss gab es eine spektakuläre Abschiedsveranstaltung mit Lasershow und Feuerwerk.

Die Nachtour (Charlotte – W. Kerr Scott Reservoir – Philadelphia – New York)

Das Jamboree war zwar zu Ende, aber an nach Hause fliegen war gar nicht zu denken. Nun ging es nämlich auf zur Nachtour. Das erste Ziel war Charlotte und über eine Pause vom Zelten und einer Nacht in einem komfortablen Hotel freuten wir uns alle sehr. Dann ging es zurück in die Zelte und weiter ins W. Kerr Scott Reservoir, wo wir zwei entspannte Tage am See verbrachten. Über Nacht fuhren wir dann weiter nach Philadelphia. Dort statteten wir zunächst einmal der größten Mall einen Besuch ab. Nachdem das Handwaschen langsam lästig wurde und wir schon zwei Wochen gefühlt jeden Tag dieselben Klamotten trugen erstrahlten wir nach diesem Mallbesuch in neuen Sachen. Den zweiten Tag verbrachten wir mit Sightseeing und am Abend ging es auch schon weiter zu unserem letzten Halt auf unserer Reise: NEW YORK! Neben den gemeinsamen Aktivitäten als Unit, wo wir uns die Freiheitsstatue ansahen, über den Times Square liefen oder Karaoke sagen, gab es auch jede Menge Freizeit, sodass alle die Möglichkeit hatten die Stadt auf eigene Faust zu erkunden.

Schlussendlich hat sich die viele Mühe definitiv gelohnt, wir haben an vielen spannenden Aktivitäten teilgenommen, unglaublich viele neue Erfahrungen und Eindrücke gesammelt und eine tolle Zeit gemeinsam in den USA verbracht!

Bezirkslager 2020 | #OSTbleibtdahoam

#OstBleibtDahoam Als Ersatz für das abgesagte Zeltlager wurde ein Online-Programm während der Lagerwoche organisiert. Auf der Homepage des Bezirks waren jeden Tag neue Videos mit Aufgaben und Mitmach-Aktionen geboten. Individuelles Programm am Stufentag und Stammestag, jeden Tag leckere Rezepte aus der Lagerküche und fetter Sound bei der Zoom-Party zum Abschluss – beinahe alles, was das Lagerherz begehrt. Mit knapp 300 Teilnehmern war das Online-Zeltlager ein voller Erfolg und wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden. Der Stamm, der am #OstBleibtDahoam am intensivsten teilgenommen hat, bekommt bei der Bezirksversammlung das einmalige virtuelle Georgsschwert verliehen. Seid gespannt!

Jamboree 2015 Japan

Abenteuer Japan!
Ottobrunner Pfadfinder auf dem Weltpfadfinderlager (World Scout Jamboree) 2015 in Japan

Konichiwa liebe Leser,

18 mutige, junge Abenteurer zwischen 14 und 17 Jahren, inklusive 2 super Leitern aus dem Pfadfinderstamm Ottobrunn, stiegen am 23. Juli in den Flieger, um eines der größten Abenteuer ihres Lebens zu beginnen. Sie machten sich auf den Weg nach Japan, um am “Jamboree“ teilzunehmen.

Dieses findet alle 4 Jahre statt. Es ist ein weltweites Pfadfindertreffen, ausgerichtet von der WOSM (Worldorganisation of the Scouting Movement), zu welchem jeder Pfadfinder aus jedem Stamm, jedem Land und jedem Kontinent herzlich eingeladen ist.

Nach einem ewig langen Flug und wenig Schlaf kamen wir endlich bei unserem 4-tägigem Akklimatisierungscamp in der Nähe von Fukuoka, 2 Stunden vom Jamboreeplatz entfernt, an. Allein dieses Lager mit 300 anderen deutschen Pfadis war schon so beeindruckend, dass wir mit großer Vorfreude auf das Jamboree schauten, wir konnten es kaum erwarten endlich ein Teil dieser weltweiten Gemeinschaft zu werden.

Am 4. Tag fuhren wir dann endlich zum knapp 3 km² großen Lagerplatz. Die folgenden 12 Tage verbrachten wir mit 33.000 anderen Pfadfindern aus 150 verschiedenen Ländern. Die Stimmung, die dort herrschte, lässt sich kaum in Worte fassen. Es war unglaublich, wie offen und herzlich alle Jugendlichen reagierten, fast magisch. Das Programm war außerordentlich vielfältig und echt spannend, von einem Hiroshima-Besuch über einen sogenannten Science-day bis hin zu einem Offside-Tag am Meer, war alles dabei. Leider verging die Zeit viel zu schnell und so kam schon bald der letzte Tag. Doch wir können sagen, dass wir viele neue Freundschaften und auch einiges an Lebenserfahrung von diesem Lager mitgenommen haben.

Max - Japan (78)

Doch nun ging das Abenteuer erst richtig los. Eine Woche hatten wir nun noch Zeit, einmal quer durch Japan über die Hauptinsel Honshu zu reisen. Wir fuhren zu Vierzigst mit unserm Trupp nach Kyoto, einer wunderschönen Stadt mit noch viel schöneren Tempelanlagen (z.B. Kinkakuji – der goldene Tempel) und einem beeindruckenden Altstadtviertel (Gion).

Max - Japan (308)
Kinkakuji-Tempel

Nach zwei viel zu kurzen Tagen ging es direkt weiter zum Motosu-See und hier kam es zu einer spontanen Aktion, denn 16 mutige Bergsteiger wagten den Aufstieg auf den Fujiyama, Japans höchsten Berg/Vulkan, um von dort aus den Sonnenaufgang zu bewundern. Nach diesem Tag am See- bzw. Fuji-Aufstieg, ging es für unsere Abenteurer direkt weiter, nach Kamakura, wo wir einen Tag am Meer verbringen durften.

Dann fuhren wir endlich nach Tokio, der wohl beeindruckendsten Großstadt der Welt. 37 Millionen Menschen leben hier, für uns unvorstellbar. Die drei Tage hier reichten einfach niemals, wenn nur im Ansatz, aus um diese riesige Stadt zu erkunden. Wir waren z.B. an der bekannten Shibuja-Kreuzung oder im Technik Viertel Akiabara, auf dem Skytree und nahe der Rainbowbridge.

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Shibuya-Kreuzung

Nach dreieinhalb Wochen purem Abenteuer flogen wir dann alle (mehr oder weniger 😉 ) gesund und munter zurück nach Deutschland.

Abschließend kann man sagen, dass wir neben ungefähr 18 kg Mitbringsel auch eine Menge an unbezahlbaren und einzigartigen Erfahrungen aus Japan mitgebracht haben.

Arigato gozaimas